Sekundarschüler zeigen auf dem Rahdener Wochenmarkt Vielfalt und Engagement
Rahden, 7. Oktober 2026. Bunt, offen und mitten in der Stadt: Schülerinnen und Schüler der Städtischen Sekundarschule Rahden haben am Mittwoch den Wochenmarkt genutzt, um ihre Schule als das vorzustellen, was sie längst ist – einen Ort, an dem Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen gemeinsam lernen, leben und Zukunft gestalten.
Eine Schule, in der viele Kulturen zusammenkommen
Die Zahlen machen deutlich, wie vielfältig die Schulgemeinschaft der Sekundarschule Rahden ist. Rund 45 Prozent der knapp 700 Schülerinnen und Schüler haben in der Elterngeneration einen Migrationshintergrund. Insgesamt lassen sich an der Schule 43 unterschiedliche Herkunftsländer finden. Diese Vielfalt beschränkt sich dabei nicht allein auf die Schülerschaft. Auch im Lehrerkollegium gibt es Lehrerinnen und Lehrer, deren Familien aus anderen Ländern stammen. Damit kommen zahlreiche kulturelle Erfahrungen, Traditionen, Sprachen, Biografien und familiäre Geschichten zusammen. Sie prägen den Alltag der Schule und machen die kulturelle Vielfalt zu einem selbstverständlichen Bestandteil des gemeinsamen Lernens.
Jugendliche überzeugen mit Selbstbewusstsein
Mit dabei waren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a, ihre Klassenlehrerin Frau Jentzsch sowie Herr Maquina, Rassismusbeauftragter der Schule. Mit viel Engagement, Offenheit und sichtbarer Freude an der Begegnung gingen die Jugendlichen auf die Besucherinnen und Besucher des Wochenmarktes zu. Sie verteilten Flyer, kamen mit Passanten ins Gespräch und informierten über ihre Schule.
Bei vielen Bürgerinnen und Bürgern stieß der Auftritt der Jugendlichen auf großes Interesse. Besonders auffällig war, mit welcher Selbstverständlichkeit die Schülerinnen und Schüler auf ihnen unbekannte Menschen zugingen und Gespräche eröffneten. Die Schülerinnen und Schüler begegneten den Menschen freundlich, selbstbewusst und redegewandt. Mit großer Motivation erklärten sie ihr Anliegen, beantworteten Fragen und luden zum Mitmachen ein.
Der Vormittag auf dem Wochenmarkt wurde damit nicht nur zu einer Gelegenheit, die Schule vorzustellen, sondern auch zu einem praktischen Beispiel dafür, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen, öffentlich auftreten und ihre eigenen Anliegen vertreten können. Die Schülerinnen und Schüler machten ihre Schule als Teil der Rahdener Stadtgesellschaft sichtbar. Die Sekundarschule präsentierte sich nicht als abgeschlossener Lernort, sondern als aktives Zentrum für Zukunftsgestaltung.
Gerade der direkte Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern machte deutlich, welchen Wert eine Schule als Begegnungsort haben kann. Wo Menschen unterschiedlicher Generationen und mit unterschiedlichen Lebensgeschichten miteinander ins Gespräch kommen, entstehen neue Perspektiven – manchmal ganz nebenbei zwischen Marktständen, Einkaufstaschen und einem kurzen Plausch.
Dass die Aktion Wirkung zeigte, wurde auch an den Reaktionen der Passanten deutlich. Einige Besucherinnen und Besucher kündigten bereits an, den Tag der offenen Tür am 5. Dezember 2026 besuchen zu wollen.
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